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Fasnacht, Schminken und Maskieren

Zwischen dem 16. und 20. Februar 2026 feiern wir in der MAJMUNSCHE die Fasnacht. Dieser Brauch wird von Südamerika bis Europa auch unter dem Namen Karneval oder Fasching zelebriert. Die Kinder dürfen kostümiert kommen, Konfetti werfen und Instrumente wie Trommeln, Rätschen zum Lärmen mitbringen. Sie lernen in unterschiedliche Rollen zu schlüpfen und ihre Schüchternheit zu überwinden. Wir bieten kreative Angebote im Bereich Musik, Basteln und Verkleiden.

Fasnacht, Schminken und Maskieren, Trommeln und Marschieren alle wissen Fasnacht das macht Spass!

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Loslassen lernen

Wie Sie mit Ihrer Erziehung die Entwicklung Ihres Kindes prägen

Das Verhalten von Eltern hat einen grossen Einfluss auf die Entwicklung von Kindern. Viele Faktoren spielen dabei eine Rolle, doch vorrangig ist die Art, wie Eltern mit ihrem Kind umgehen und ihre Beziehung zum Kind gestalten.
Erziehung umfasst alles, was Eltern tun – aber auch das, was sie unterlassen. Erziehungsverhalten kann Kinder stärken, sie kann ihre Entwicklung aber auch ausbremsen.

Das Wohl des Kindes steht im Mittelpunkt und stützt sich auf eine stabilen Eltern-Kind-Beziehung, berücksichtigt Bedürfnisse und fördert es dabei, seine Fähigkeiten zu entfalten.

Überbehütetes Erziehungsverhalten

Ein überbehütetes Erziehungsverhalten, umgangssprachlich als Helikoptereltern bezeichnet, beschreibt ein überfürsorgliches Verhalten von Mutter, Vater oder gar beiden Elternteilen. Sie überwachen ihr Kind nahezu ununterbrochen und greifen häufig ein.  Dieses stark kontrollierende Verhalten ist dem Alter und dem Entwicklungsstand des Kindes oft nicht mehr angemessen und kann sich deshalb ungünstig auf seine Entwicklung auswirken. Die Gründe für ein überbehütendes Verhalten liegen in den persönlichen Erfahrungen, sozialen Kontexten der Familie, Umweltfaktoren, dem Charakter des Kindes. Gesundheitliche Herausforderungen können ein solches Erziehungsverhalten verstärken. Entwicklungsstörend sind:

  • übermässige Nähe – Eltern sind ständig in Griffnähe ihres Kindes und involvieren sich immer. Dadurch hat das Kind wenig Raum, eigene Erfahrungen zu machen.
  • Autonomie unterdrücken, Abhängigkeit schaffen – Den Eltern fällt es schwer, ihrem Kind eigenständiges Handeln zuzutrauen. Indem sie ihm Aufgaben abnehmen z.B. Alltagshandlungen, Entscheidungen wird die Selbständigkeit des Kindes eingeschränkt.
  • Angst um Sicherheit: Die Eltern Sorgen sich übermässig und kontrollieren die Tätigkeiten oder die Umgebung des Kindes übertrieben. Dem Kind fehlt die Gelegenheit Risiken selber zu erkennen.
  • Fehlende Strukturen & Grenzen: Eltern ordnen alles den Wünschen des Kindes unter z.B. wann es schlafengehen will. Dabei verlieren sie ihre eigenen Bedürfnisse und auch das Leben als Paar – aus den Augen.
  • Schuldzuweisungen: Helikoptereltern neigen dazu, Anderen für Misserfolge ihres Kindes die Schuld zuzuschieben.

Es ist unmöglich, jederzeit alles perfekt so zu gestalten, dass sich ein Kind optimal entwickelt. Solange förderliche Elemente überwiegen, können einschränkende Erziehungsverhaltensweisen kompensiert werden.
Nicht immer, wenn man seinem Kind Aufgaben abnimmt – wie beim Anziehen der Finken zu helfen oder es im Buggy zur Kita schiebt obschon es schon laufen kann – ist das überfürsorglich. Oft ist es nur Zeitmangel oder gemeinsame Gewohnheitsrituale. Wichtig ist, dass Kinder trotzdem genügend Gelegenheit bekommen ihre Fähigkeiten eigenständig zu trainieren.

Alle Kinder haben in der MAJMUNSCHE viele Chancen: Dort können sie Erfahrungen im Beisein der Kita-Betreuerinnen sammeln, neue soziale Kontakte knüpfen, Freundschaften zu Gleichaltrigen schliessen und eigene Lösungen finden. Eltern bekommen dadurch Vertrauen in die Fortschritte ihres Kindes, geben ihm zu Hause Freiräume für Selbständigkeit und alterspassende Verantwortungsübernahme, ohne dass die elterliche Fürsorge verloren geht.

Die MAJMUNSCHE steht Ihnen beratend und helfend zur Seite, damit Ihr Kind sich nach seinen Potenzialen entwickeln kann.

 

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Betreuungsgutscheine für Eltern 2026

Betreuungsgutscheine ab 1. August 2026

Die familienergänzende Kinderbetreuung in Fehraltorf wird neu finanziert. Künftig werden alle in Fehraltorf wohnhaften Familien gleichbehandelt. Eltern dürfen dann frei entscheiden, in welcher Kita ihre Kinder betreut werden, und erhalten dafür neu Betreuungsgutscheine. Der subventionierte Betreuungsgutschein richtet sich also nicht nach der Kita, in welcher Sie Ihr Kind betreuen lassen sondern ausschliesslich nach Ihrem Einkommen.

Zur Orientierung steht Ihnen  der bisherige Beitragsrechner der Gemeinde Fehraltorf zur Verfügung, um sich einen groben Überblick über die voraussichtlichen monatlichen Betreuungskosten zu verschaffen.

Ab 1. August 2026 gilt neu:
– Massgebendes steuerbares Einkommen bis CHF 150’000.00
– zuzüglich 10% steuerbaren Vermögens nach Abzug Freigrenze von CHF 80’000.00

Eltern mit einem steuerbaren Einkommen von über CHF 150’000.00 sind nicht subventionsberechtigt. Eltern, welche alleine oder gemeinsam ein steuerbares Einkommen bis CHF 150’000.00 erwirtschaften erhalten Betreuungsgutscheine. Den Antrag die Betreuungsgutscheine zu erhalten können Sie ab 1. Mai 2026 stellen.

Welche Zahlen sind für das steuerbare Einkommen massgebend? Nehmen Sie dafür Ihre Steuererklärung:
Steuerbares Einkommen; Seite 3 / Position 27
+ 10% des steuerbaren Vermögens; Seite 4 / Position 37

 

 

 

 

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Tummy Time

Die Welt vom Boden aus entdecken: Wie Sie Ihrem Kind die Freiheit zur Entwicklung schenken

Es gibt kaum etwas Schöneres, als die wohlige Wärme Ihres Kindes in den Armen zu spüren. Der tiefe Wunsch, unserem Baby Liebe und Geborgenheit zu geben, ist ganz natürlich und der Grundstein für eine starke Bindung. Genau diese Fürsorge führen oft dazu, dass wir unsere Kleinsten so oft wie möglich tragen. Doch es gibt einen Ort, der für die Entwicklung Ihres Kindes ebenso magisch ist wie Ihre Arme: der Boden.

Vielleicht haben Sie schon gehört, wie wichtig die Tummy Time (Bodenzeit) ist. Wir möchten Ihnen erklären, warum diese Momente so wertvoll sind und wie Sie die Entdeckungsreise Ihres Kindes auf dem Boden unterstützen können. Es geht darum, eine gesunde Balance zu finden, welche die Entwicklung Ihres Kindes auf allen Ebenen fördert.

Der Boden – das Gym und Ausgangspunkt Ihres Kindes 🤸‍♀️

Wenn wir ein Baby auf den Rücken oder Bauch legen, geben wir ihm eine einzigartige Gelegenheit, die Welt aus einer neuen Perspektive zu erkunden. Der Boden ist wie ein riesiger Spielplatz, auf dem das Kind die ersten grundlegenden Bausteine für seine motorische Entwicklung legt:

  • Der Weg zum Drehen: Jedes sanfte Wackeln, jeder Versuch, den Kopf zu heben oder die Beine zu bewegen, trainiert die Rumpfmuskulatur. Diese unscheinbaren Bewegungen sind die Vorbereitung für das grosse Ereignis, sich vom Rücken auf den Bauch zu drehen.
  • Vom Robben zum Krabbeln: In der Bauchlage trainiert das Kind die Muskeln in Nacken, Schultern und Armen. Es lernt, sich abzustossen, zu robben und schliesslich zu krabbeln. Diese Fähigkeiten sind nicht nur für die Fortbewegung wichtig, sondern stärken ebenso die Hand-Auge-Koordination und das räumliche Denken.
  • Körperempfinden lernen: Auf dem Boden fühlt das Baby seinen eigenen Körper auf eine ganz andere Art. Es spürt, wie die Schwerkraft wirkt und wie sich verschiedene Oberflächen (Teppich, Parkett, Decke) anfühlen. Diese Erfahrungen helfen ihm, ein Gefühl für seinen eigenen Körper zu entwickeln – das sogenannte Körperschema – und zu verstehen, wie es sich im Raum bewegen kann.

Wenn Sie bemerken, dass Ihr Kind krabbelt, sich aber nicht vom Rücken auf den Bauch dreht, ist das übrigens kein Grund zur Panik. Manche Kinder überspringen Meilenstein. Oft hat das Kind eine starke Muskulatur für das Krabbeln entwickelt, aber die spezifische Rotation, die für das Drehen nötig ist, noch nicht gemeistert. Mit den richtigen Anreizen können Sie diese Fähigkeit spielerisch fördern.

Die Kunst des Loslassens – Wie man das Kind ablegt, ohne es zu frustrieren 😌

Es ist normal, dass ein Baby anfangs vielleicht weint, wenn es abgelegt wird. Das ist keine Ablehnung, sondern eine natürliche Reaktion, die besagt: «Bleib in meiner Nähe!» Ihr Kind fühlt sich in Ihrem Beisein geborgen. Es sieht Sie, es kann ihre Hand greifen, Sie können auch ohne Körperkontakt miteinander kommunizieren und Ihrem Kind Sicherheit durch Ihre Präsenz vermitteln.

Tipps für den Einstieg in die Tummy Time:

  • Die Landezone vorbereiten: Schaffen Sie in jedem Raum einen sicheren und ansprechenden Ort für Ihr Baby, zum Beispiel eine Spieldecke mit einem Spielbogen. Das macht es Ihnen leicht, Ihr Kind spontan abzulegen.
  • Die sanfte Landung: Wenn Sie Ihr Kind ablegen, tun Sie dies langsam und behutsam. Bleiben Sie für einen Moment in seiner Nähe, halten Sie noch eine Hand auf seinem Bauch oder streicheln Sie seinen Rücken. Sprechen Sie beruhigend mit ihm, bis es sich an die neue Position gewöhnt hat.
  • Kurze, aber regelmässige Einheiten: Beginnen Sie mit wenigen Minuten und verlängern Sie die Zeit nach und nach. Jede Minute zählt und ist ein wertvoller Schritt in der Entwicklung.

Indem Sie Ihrem Kind die Möglichkeit geben, auch allein Zeit auf dem Boden zu verbringen, lehren Sie es eine der wichtigsten Fähigkeiten überhaupt: die Selbstregulation. Ihr Kind lernt, mit kleinen Momenten der Frustration umzugehen und es seine Umwelt aus sich selbst heraus erobern kann. Es gewinnt Selbstvertrauen und die Gewissheit, dass etwas Neues keine Bedrohung darstellt.

Das Wichtigste ist, die Balance zwischen Nähe und Freiheit zu finden. Sie leisten Grossartiges, indem Sie die Bedürfnisse Ihres Kindes erfüllen. Genauso wichtig ist es, ihm die Chance zu geben, sich zu entfalten und zu einem selbstständigen kleinen Entdecker/in zu werden.

Die MAJMUNSCHE steht Ihnen gerne bei der individuellen Entwicklungsbegleitung Ihres Kindes zur Seite.

 

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Familiäre Krisen

Wie begleiten ich mein Kind während schwierigen, familiären Situationen?

Schon auf dem Weg in die Kita müssen Sie ihr Kind tragen, es an die Hand nehmen, weint bereits beim Verlassen des Daheims? Am liebsten ist Ihr Kind bei Ihnen auf dem Arm, auf dem Schoss oder will nonstop getragen werden? Nachts schläft es oft nicht gut oder möchte zu Ihnen ins Elternbett kommen? Ihr Kind ist sehr anhänglich. Manchmal fällt es zurück in babyhafte Verhaltensweisen. Ihr Kind hat grosse Schwierigkeiten sich von Ihnen zu lösen?

Gründe dafür sind meist Veränderungen, Konflikte im familiären Umfeld oder Trennung der Eltern

Kinder nehmen, die mit einer Trennung einhergehenden Veränderungen innerhalb ihrer Familie bewusst war. Sie bemerken belastende Gefühle, Frustration und Konflikte; auch dann wenn die Eltern diese vor ihrem Kind zu verbergen versuchen. Der dadurch entstehende Verlust emotionaler Verfügbarkeit und Gewohnheiten führt beim Kind zu Verunsicherung. Eltern sind in solchen Phasen vermehrt mit sich selber und ihrer Beziehung zueinander absorbiert. Durch den kindlichen Egozentrismus und magisches Denken beziehen die Kinder vieles auf sich, so dass Schuldgefühle entstehen können.  Sie sind in der Lage Erinnerungen, Situationen mit ihren Personen zu verknüpfen und erleben Sehnsucht und das Vermissen dieses Menschen.

Reaktionen des Kindes in Belastungsphasen

  • Ablösungsprobleme, Kind hat Mühe sich von den Eltern zu trennen
  • emotionale, soziale Bedürfnisse werden kompensiert indem es verstärkt Nähe und Zuwendung zu seinen Betreuerinnen in der Kita sucht, sensibler ist
  • durch vermindertes Wohlbefinden wird exploratives Lernen verlangsamt

Wichtig! Es braucht keine starken, lauten Konflikte in der Familie, damit das Kind diese wahrnimmt! Es sieht auch nonverbales Verhalten und spürt die Familienstimmung, Traurigkeit deutlich. Auch ein Kind leidet unter den Auswirkungen solcher Probleme.

Überforderungsymptome des Kindes

  • Unsicherheit, emotionales Attachment an Elternteil, deutlich erkennbar bei bevorstehender Trennung und Schwierigkeiten bei Bewältigung kleiner Übergänge wie Ort-/Raumwechsel, diese führen bereits zu Verlust-/ Trennungsängsten, erhöhtes Nähebedürfnis nachts
  • Verhaltensänderung: Eifersucht, aggressives Verhalten, erschwerte Emotionsregulierung (Selbstberuhigung nur mit Erwachsenenhilfe), evt. soziale oder motorische Anpassungen, leichte Ablenkbarkeit, verminderte Konzentrationsfähigkeit, Interesse oder Motivation
  • Entwicklungsverzögerung: Wiedereinnässen, Fremdeln, kleinkindliches Sprechen, andere Tonalität, Kopf-/Bauchschmerzen, Ein-/Durchschlafproblematik, Angstträume

Gefahren

  • Schuldgefühle speziell 3-5 Lebensjahr
  • Loyalitätskonflikt und Überforderung
  • Verwöhnfallen: materielle Geschenke, Entlastung durch Medienkonsum, Vermeidungsverhalten z.B. nicht mehr aufräumen müssen etc.
    Dadurch kann beim Kind eine Anspruchshaltung entstehen anstatt Verantwortung zu übernehmen und Probleme aktiv zu lösen. Zudem wird Gewohntes durch vermeintlich Neues ersetzt, was mit einem weiteren Stabilitätsverlust einhergeht. Dies führt oft zu noch mehr Tränen.

Gerade in Krisen ist eine kindergerechte, authentische Kommunikation angezeigt. Sprechen Sie als Familie zusammen. Holen Sie sich, die für Sie erforderlichen Auszeiten, um sich zu regenerieren und wiederum Ihrem Kind die körperliche Nähe und gemeinsame Zeit zu bieten, welche es braucht.

Die MAJMUNSCHE hilft gerne bei der Schaffung von Freiräumen und familienergänzender Betreuungsunterstützung Ihrer Liebsten.

 

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Bindung

Bindungsentwicklung, was bedeutet es eine Bindung zu haben?

Der Begriff «Bindung» meint ein zeitlich- und räumlich überdauerndes Band zwischen zwei Menschen. Zur «Bindung» gehören: Bindungssignale und Bindungsverhalten. Das Kind zeigt angeborene Bindungssignale, die an Bezugspersonen gerichtet sind, wie zum Beispiel Hilflosigkeit oder Vertrauen. Das Bindungsverhalten der Kinder entfaltet sich häufig zusammen mit Gefühlen und Emotionen. Dazu gehören Weinen, Lächeln oder das Hinterherkriechen bei Kleinkindern. Daneben gibt es auch den Begriff «Bonding», der ein ähnliches Konstrukt beschreibt. Bonding ist die elterliche emotionale Zuwendung zum Kind. Dazu gehören intuitives Elternverhalten entsprechend den Bedürfnissen des Kindes, sowie instinktives Fürsorgeverhalten.
Die Wissenschaft hat schon einige Studien zur Bindungsentwicklung bei Kindern durchgeführt. Bowlby 1969 äusserte die Annahme, dass Kinder gegen Ende des ersten Lebensjahres eine intensive Gefühlsverbindung an ihre Bezugspersonen entwickeln. Meistens sind die Eltern die Hauptbezugspersonen ihrer Kindern.

Zusammenhang von Bindung & Exploration, Spielen

Kinder, die sich in einer Situation sicher fühlen, spielen mehr. Sichere Situationen führen zu Explorationsverhalten. Kinder, die sich in einer Situation unsicher fühlen versuchen durch Signale ebenso Verhalten ihr Sicherheitsbedürfnis zu stillen. Das kindliche Wohlbefinden ist für eine gesunde Entwicklung erforderlich, da es bei Unsicherheit seine Umwelt nicht erkundet und Bindungsverhalten verstärkt. Nicht immer ist es für Erwachsene nachvollziehbar, weshalb ein Kind eine Situation als sicher bzw. unsicher qualifiziert. Die Bindungssignale des Kindes sind jedoch meist einfach erkennbar. Der Erwachsene ist in der Verantwortung, das kindliche Bindungsverhalten nicht für sein eigenes (Nähe-)Bedürfnis über das Kind zu kompensieren. Das Kind verinnerlicht sich repetierende Handlungsabfolgen und fordert «Gewohntes» ein z.B. permanentes Herumtragen; Schlafen mit Körperkontakt.

Vorphase: von der Geburt bis zum 2. Lebensmonat

Die Nähe der Hauptbezugspersonen wirken beruhigend auf den Säugling. Der Säugling hat zu diesem Zeitpunkt jedoch (noch) keine Bindung zu den Eltern. Deshalb betreuen wir in der MAJMUNSCHE keine Babys, die jünger als 3 Monate sind; da es dem primären Bindungsaufbau nicht förderlich wäre.

Beginnende Bindungsphase: 2. – 6. Monat

Das Kind zeigt unterschiedliche Reaktionen auf un-/bekannte Personen. Es entwickelt ein Vertrauensgefühl. Kinder  erwarten von ihren Bezugspersonen, dass diese darauf eingehen, wenn es Bindungsverhalten zeigt. Eine Trennungen, zum Beispiel bei der Übergabe in die Kita, ist für Kinder diesen Alters in der Regel einfach zu meistern.

Entstehung der eindeutigen Bindung: 6. – 18. Monat

Das Kind entwickelt nun eine starke und klare Bindung zu seinen Bezugspersonen. An wieviele Personen das Kind sich in diesem Alter binden kann ist beschränkt; bis ca. 5 Personen. Dies ist der Grund, weshalb nicht zuviele Personen in die Betreuung des Kleinkindes involviert sein sollten!  Symptome für die Entwicklung einer eindeutigen Bindung sind Trennungsangst, welche sich teilweise durch Weinen bei Trennungen zeigt. Folglich sind Tränen bei der Kita-Übergabe während diesem Alter ein Anzeichen für eine stabile Bindung des Kindes an seine Hauptbezugsperson. Das Kind versucht, die Gegenwart der Bezugsperson zu behalten. Fühlt sich das Kind zuhause oder in der Kita wohl, wird es seine Umwelt entdecken wollen und diese verstärkt explorieren. Das erkennen Sie bei der Abholung Ihres Kindes in der Kita, wenn es eine ausgeglichene, fröhliche Mimik zeigt.

Entstehung der reziproken Bindung: ab 18. Monat

Das Kind versteht bereits, dass Personen kommen und gehen, Mami & Papi weiter existieren, auch wenn diese sich nicht im unmittelbaren Blickfeld des Kind befinden. Wird das Kind am Morgen in die Kita gebracht, weiss es, dass es am Abend wieder abgeholt wird. Sobald die Kinder die Gefühle, Ziele und Motive der Eltern abschätzen können ist die Beziehung stabil.

Zeigt ein Kind auch danach Symptome von Trennungsangst, können die Erklärungen der Eltern dem Kind helfen Gegebenheiten richtig einzuordnen. Kinder mit erhöhtem Sicherheit-/ und Strukturbedürfnis brauchen mehr Vorhersehbarkeit, Einbezug. Sie lieben Wiederholungen und gleichbleibende Ablaufe und sind darum nur beschränkt offen für Neues, Variationen oder Veränderungen.

Die MAJMUNSCHE unterstützt Sie in der Begleitung einer gesunden Bindungsentwicklung zu Ihrem Kindes.

 

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Jobs und Karriere

Praktikum Kinderbetreuung

Das Personal im MAJMUNSCHE arbeitet gerne und setzt das Kind in den Mittelpunkt.

Bist Du Schulabgänger/in (16-27 Jahre), welche/r mittels einem Praktikum in die Kinderbetreuung einsteigen will? Wir suchen engagierte und herzliche Mitarbeiter; mit Anschlussoption zur Lehre Fabe Kinderbetreuung EFZ oder einem Studium Kindererziehung HF.

Basis-Qualifikation

  • 9 Jahre oblig. Schule im Schweizer Bildungssystem mit Abschluss Sek. A/B
  • Deutsch Sprachniveau mind. B2-C1
  • Freude an Bewegung, Kreativität, Musik, sportlicher Lifestyle

21 Jahre MAJMUNSCHE

  • familiäre, moderne und saubere Kita
  • grosses, helles Haus im Grünen mit wunderschönem Garten
  • tägliche Spaziergänge, Förderangebote, Kinderturnen, Waldtage, feines Essen, Teamtag
  • Maturanden-Einsätze vor Studium Erziehungswissenschaft/Lehrdiplom möglich
  • Lehr-/ und Höhere Fachschule-Ausbildungsbetrieb

Interessiert? Sende uns Deine Bewerbung per Mail.

Starte Deine Zukunft heute, gemeinsam mit uns, in der MAJMUNSCHE!

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Windeln

Wie begleiten Sie Ihr Kind beim Trocken werden? Hier einige Grundlagen dazu:

Die Entwicklung der Blasen- und Darmkontrolle unterliegt einem genetisch angelegten Reifeprozess und läuft nach individuellen körperlichen und psychischen Faktoren ab. Durch äussere Einflüsse können diese nicht erzwungen werden.  Ausscheidungsautonomie ist eine selbstbestimmte Entleerung von Blase und Darm und bedingt spezifische, entwicklungsbezogene Voraussetzungen. Der Prozess braucht Zeit.

Ziel: Der Toilettengang findet auf eigene Initiative des Kindes hin statt und es führt diesen selbständig aus.

Das Alter, in welchem das Kind dieses Ziel erreicht ist unterschiedlich (1.5-4 Jahre). Oft ist ein erstes Signal, dass die Kotausscheidung nicht mehr über Nacht erfolgt. Die Harnkontrolle ist schwieriger, da sich die Blase erst kurz „vorher“ meldet. Am Längsten benötigt die Blasenkontrolle über Nacht. Dies kann bis zum 6. Lebensjahr dauern. Neben körperlichen und koordinativen Voraussetzungen braucht es Eigenmotivation und das Interesse des Kindes, trocken zu werden.

Teilschritte zur Erlangung der Ausscheidungsautonomie

  • Das rechtzeitige, innere Wahrnehmen vorausgehender Körpersignale sowie deren richtige Interpretierung.
  • Kommunikation an das Umfeld, dass eine Toilette aufgesucht werden muss.
  • Das zeitliche Planen des Toilettengangs z.B. frühzeitige Loslaufen und sein Spiel oder die jeweilige Aktivität unterbrechen zu können.
  • Das kurze Aufschieben der Urinausscheidung, um auf die Toilette zu gelangen (Muskelkontrolle). Zwischen den Blasenentleerungen liegen mindestens 2 Stunden; d.h. kürzere Intervalle sind kontraproduktiv, da diese meist von Erwachsenen initiiert werden.
  • Die erforderlichen feinmotorischen Fähigkeiten sind Hose öffnen, herunter-/hochziehen, Reisverschluss schliessen etc.
  • Das selbständige Umsetzen des Toilettengangs braucht Selbstvertrauen: Alleine aufs WC gehen zu können, sich auf die Toilette zu setzen, Klopapier von der Rolle zu reissen und die Spülung zu betätigen. Wie nimmt sich das Kind in seiner Selbstwirksamkeit – abhängig vom Erwachsenen – wahr? Tipp: Tragen Sie ihr Kind möglichst nicht, wenn es schon Laufen kann! Das Kind könnte (Ihnen) sonst glauben, dass es kleiner ist als es selber denkt.
  • Die hygienischene Selbstreinigung und Handhygiene eigenständig durchführen zu können oder nicht zu vergessen.

Do‘s zur Begleitung des Trocken werdens

  • Seien Sie als Eltern ein Vorbild d.h. offener Umgang mit der Thematik, damit sich das Kind damit auseinandersetzen kann und als etwas Alltägliches erlebt. Das bedeutet sowohl sprachlich, als auch mal die Türe zur Toilette offen zu lassen, damit es reinschauen darf.
  • Altersentsprechend das Kind in seine Körperpflege einbeziehen z.B. nicht Handlungen am Kind ausführen sondern mit ihm. Das Kind in eine aktive Rolle setzen statt passiv.
  • Helfen Sie anfangs beim Hose herunterziehen und kaufen Sie Kleidung, welche es selber „handeln“ kann z.B. Leggins, Jogginghose. Jeans mit Knopf oder Hakenverschlüsse sind extrem schwierig, zumal es meist schnell gehen muss.
  • Töpfli und WC-Ring sind in Griffnähe und Trittschemmeli steht immer vor dem Lavabo bereit. Seife, Handtuch, WC-Rolle alles ist für das Kind in Reichweite erreichbar. Einzelnen WC-Papierstreifen können abgerissen bereitgelegt werden.
  • Das Kind putzt vor und Eltern reinigen nach. Selbiges gilt für das Händewaschen.
  •  Passende Bilderbücher für das Kind bereithalten oder im Rollenspiel beiläufig z.B. den Bär aufs Häfeli setzen. „Oh, dä Bär muss ufs WC“. Eine angenehme Atmosphäre schaffen, mit kuscheligem WC-Vorleger, lustigen Wandsticker oder Büchli zum Verweilen.
  • Temporäre oder situative Rückschläge sind im Prozess des Trocken werdens normal z.B. infolge belastender Situationen innerhalb der Familie (Geburt eines Geschwisterkindes, Veränderungen), Albträume und Ängste (Kindergarteneintritt, magisches Alter), gesundheitliche Probleme (Blasenentzündung, Durchfall, Verstopfung) und oft auch das Spieleinnässen (vertiefte Konzentration ins Spiel). In der Regel nässt ein Kind nicht absichtlich ein, demnach ist auch auf Strafen oder Schimpfen zu verzichten; dies kann sogar unerwünschte Verhaltensweisen verstärken. Bleiben Sie gelassen und haben Sie Ersatzkleidung für Ihr Kind unterwegs dabei.

Bieten Sie ihrem Kind die körperliche Nähe und gemeinsame Zeit gerade dann, wenn mal wieder etwas daneben gegangen ist!

 

 

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Essen

Ist die Esssitation zu Hause stressig? Verweigert ihr Kind das Mittagessen oder isst es mit den Händen anstatt mit dem Besteck? Hier einige entwicklungsbezogene Grundlagen dazu:

Die Weichen für eine gesunde Entwicklung werden in den ersten vier Lebensjahren gestellt. Da Quantität und Qualität der eingenommenen Nahrung unsere Körperfunktionen beeinflussen sind diese bewusst zu wählen. Es gibt sechs Geschmackrichtungen: süss, umami , bitter, salzig, fett, sauer. Die Präferenz für Süsses liegt in unseren Genen. Kinder schmecken Essen intensiver; Farbe, Textur, Temperatur, Geruch und die Ästhetik sind Teil unsere Wahrnehmung. Der wiederholte Kontakt mit einem bestimmten Geschmack führt zur Ausbildung einer Vorliebe. Wir alle kennen dieses  Menü, das unsere Mami am allerbesten kochen kann. 

Die Prägung von Geschmackspräferenzen findet bereits in der Schwangerschaft und beim Stillen statt. Durch das mütterliche Essverhalten werden Aromastoffe an das Kind weitergegeben. Interessant ist, dass gestillte Kinder eine höhere Toleranz gegenüber verschiedener Lebensmittel aufweisen und weniger Allergien entwickeln. Kinder lieben die Nahrungsmittel, die sie kennen d.h. ihnen angeboten werden. Auch Babys bevorzugen vertraute Nahrung. Auf Basis bekannter Lebensmittel können nach und nach neue Gemüsesorten beigemischt werden. Kinder mögen keine Abwechslung beim Essen, wie Erwachsene dies bevorzugen. Andererseits kann der Appetit auf ein Lebensmittel durch inneres Empfinden oder äussere Einflüsse z.B. Geruch, Gewohnheit, Stimmung ausgelöst werden. Unser Magen ist in leerem Zustand faustgross. Dadurch haben Sie für Ihr Kind immer eine Massgabe hinsichtlich einer realistischen Portion; 1 Portion entspricht der Grösse der Kinderhand. Die Sättigung erfolgt ca. 15-20 Minuten nach Start der Nahrungsaufnahme. Der Körper ist nach 15 Minuten satt.

Ziel: Das Kind/Baby isst, wenn es Hunger hat und beendet das Essen, wenn es satt ist.  

Die selbständige Nahrungsaufnahme bedingt verschiedene Meilensteine, welche das Kleinkind erst nach und nach erreicht:

  • Zähne im Ober-/Unterkiefer, um die Nahrung zu kauen
  • starke Rückenmuskulatur zur stabilen Sitzposition
  • Greifen/Halten von Esswerkzeug
  • Koordination Auge-Hand, um den Löffel in den Mund zu bringen
  • emotionales Selbstvertrauen selber Essen zu können
  • Flexibilität und Neugier auf unbekannte Speisen und Zubereitungsformen

Essfahrplan für das 1. Lebensjahr:

  • zwischen 5. bis spätestens 7. Monat erste Breimahlzeit einführen z.B. Rübli-Kartoffel-Fleisch-Brei inkl. 1-2 TL Rapsöl und 1.5 EL Orangensaft
  • ab ca. 6 Monate zusätzlich Wasser nach Bedarf oder Frucht-/, Kräutertee ungesüsst
  • + 1 Monat später Fruchtbrei z.B. gekochter Apfel, Banane
  • + 1 Monat später Frucht-Getreide-Brei z.B. Hirse, Weizen, Dinkel, Hafer mit Himbeeren
  • ab 10. bis 12. Monat Übergang Familienkost z.B. Pasta, Hackfleisch, kleine Mengen Milchprodukte z.B. Butter, Quark, Käse
  • nach 1. Lebensjahr Vollmilch in Kleinstmengen immer mit Wasser verdünnt

Tagesmenue ab 2. Lebensjahr:

  • 3 Portionen Gemüse z.B. Gurke, Rübli, Cherrytomaten, Fenchel
  • 2 Portionen Früchte z.B. Apfel, Trauben, Aprikosen
  • 3 Portionen Milchprodukte
  • individuell Kohlenhydrate zu den drei Hauptmahlzeiten (Frühstück, Mittagessen, Nachtessen)
  • maximal 1 kleine Portion Fleisch, Fisch, Ei, Tofu
  • minimum 5 Glas Wasser oder Frucht-/, Kräutertee ungesüsst

Tipps zur gesunden Ernährung von Anfang an:

  • Seien Sie sich als Eltern Ihrer Vorbildfunktion bewusst. Vorlieben, Abneigungen und Einstellungen prägen das Essverhalten Ihres Kindes stark. Leben Sie Ihrem Kind vor, was Sie von ihm erwarten. Das Kind adaptiert und imitiert die Esskultur, die es täglich erlebt z.B. Essensrhythmus und Tischmanieren.
  •  Ermutigen Sie Ihr Kind unbekannte Lebensmittel zu probieren. Auch dann, wenn Sie wissen, das Ihr Kind das Lebensmittel nicht mag, bieten Sie es an einem anderen Tag wieder an. Das Kind braucht 10-20 Probierangebote, damit ihm ein neuer Geschmack/Lebensmittel mundet.
  • Esssettings, die länger als 30 Minuten dauern ignorieren das natürliche Sättigungsgefühl. Füttern Sie Ihr Baby nicht länger als diese Zeitspanne.
  • Die ständige Verfügbarkeit von Lebensmittel, gemeint sind viele Zwischenmahlzeiten, sowie das Servieren von (zu)grossen Portionen unterdrücken das Stoppsignal der Sättigung. Bitte verzichten Sie z.B. auf Snacking während der Abholung Ihres Kindes in der Kita.
  • Essen sollte weder zur Belohnung noch zur Beruhigung oder als Ersatz für Nähe bzw. zur Verhaltenssteuerung eingesetzt werden, da dadurch eine ungesunde Verknüpfung Essen-Emotionen, schlimmstenfalls eine Essstörung entstehen kann.

Wenn ich traurig bin, darf ich ein Zältli essen!

  • Eine einseitige Ernährung ist zu vermeiden z.B. nur Banane als Frucht, da Kinder über die Nahrung nicht nur Energie, sondern auch wertvolle Vitamine für ein gesundes Wachstum benötigen. Erwachsene sollten dem Kind ohne Zwang neue Geschmackserfahrungen ermöglichen und das Essensangebot allmählich erweitern.
  • Das Essen ist kein Kampf. Wenn Kinder merken, dass sie durch Quengeln oder Essverweigerung viel Aufmerksamkeit oder sogar ein Alternativmenue bekommen, werden sie sich bei der nächsten Mahlzeit wieder so verhalten.

Das Wort „gesund“ vermeiden! Kinder assoziieren „gesunde“ Lebensmittel mit Essen, dass sie nicht mögen.