Autor: MAJMUNSCHE
Schöne Ferien
Wir wünschen schöne und erholsame Ferien.
Essen
Ist die Esssitation zu Hause stressig? Verweigert ihr Kind das Mittagessen oder isst es mit den Händen anstatt mit dem Besteck? Hier einige entwicklungsbezogene Grundlagen dazu:
Die Weichen für eine gesunde Entwicklung werden in den ersten vier Lebensjahren gestellt. Da Quantität und Qualität der eingenommenen Nahrung unsere Körperfunktionen beeinflussen sind diese bewusst zu wählen. Es gibt sechs Geschmackrichtungen: süss, umami , bitter, salzig, fett, sauer. Die Präferenz für Süsses liegt in unseren Genen. Kinder schmecken Essen intensiver; Farbe, Textur, Temperatur, Geruch und die Ästhetik sind Teil unsere Wahrnehmung. Der wiederholte Kontakt mit einem bestimmten Geschmack führt zur Ausbildung einer Vorliebe. Wir alle kennen dieses Menü, das unsere Mami am allerbesten kochen kann.
Die Prägung von Geschmackspräferenzen findet bereits in der Schwangerschaft und beim Stillen statt. Durch das mütterliche Essverhalten werden Aromastoffe an das Kind weitergegeben. Interessant ist, dass gestillte Kinder eine höhere Toleranz gegenüber verschiedener Lebensmittel aufweisen und weniger Allergien entwickeln. Kinder lieben die Nahrungsmittel, die sie kennen d.h. ihnen angeboten werden. Auch Babys bevorzugen vertraute Nahrung. Auf Basis bekannter Lebensmittel können nach und nach neue Gemüsesorten beigemischt werden. Kinder mögen keine Abwechslung beim Essen, wie Erwachsene dies bevorzugen. Andererseits kann der Appetit auf ein Lebensmittel durch inneres Empfinden oder äussere Einflüsse z.B. Geruch, Gewohnheit, Stimmung ausgelöst werden. Unser Magen ist in leerem Zustand faustgross. Dadurch haben Sie für Ihr Kind immer eine Massgabe hinsichtlich einer realistischen Portion; 1 Portion entspricht der Grösse der Kinderhand. Die Sättigung erfolgt ca. 15-20 Minuten nach Start der Nahrungsaufnahme. Der Körper ist nach 15 Minuten satt.
Ziel: Das Kind/Baby isst, wenn es Hunger hat und beendet das Essen, wenn es satt ist.
Die selbständige Nahrungsaufnahme bedingt verschiedene Meilensteine, welche das Kleinkind erst nach und nach erreicht:
- Zähne im Ober-/Unterkiefer, um die Nahrung zu kauen
- starke Rückenmuskulatur zur stabilen Sitzposition
- Greifen/Halten von Esswerkzeug
- Koordination Auge-Hand, um den Löffel in den Mund zu bringen
- emotionales Selbstvertrauen selber Essen zu können
- Flexibilität und Neugier auf unbekannte Speisen und Zubereitungsformen
Essfahrplan für das 1. Lebensjahr:
- zwischen 5. bis spätestens 7. Monat erste Breimahlzeit einführen z.B. Rübli-Kartoffel-Fleisch-Brei inkl. 1-2 TL Rapsöl und 1.5 EL Orangensaft
- ab ca. 6 Monate zusätzlich Wasser nach Bedarf oder Frucht-/, Kräutertee ungesüsst
- + 1 Monat später Fruchtbrei z.B. gekochter Apfel, Banane
- + 1 Monat später Frucht-Getreide-Brei z.B. Hirse, Weizen, Dinkel, Hafer mit Himbeeren
- ab 10. bis 12. Monat Übergang Familienkost z.B. Pasta, Hackfleisch, kleine Mengen Milchprodukte z.B. Butter, Quark, Käse
- nach 1. Lebensjahr Vollmilch in Kleinstmengen immer mit Wasser verdünnt
Tagesmenue ab 2. Lebensjahr:
- 3 Portionen Gemüse z.B. Gurke, Rübli, Cherrytomaten, Fenchel
- 2 Portionen Früchte z.B. Apfel, Trauben, Aprikosen
- 3 Portionen Milchprodukte
- individuell Kohlenhydrate zu den drei Hauptmahlzeiten (Frühstück, Mittagessen, Nachtessen)
- maximal 1 kleine Portion Fleisch, Fisch, Ei, Tofu
- minimum 5 Glas Wasser oder Frucht-/, Kräutertee ungesüsst
Tipps zur gesunden Ernährung von Anfang an:
- Seien Sie sich als Eltern Ihrer Vorbildfunktion bewusst. Vorlieben, Abneigungen und Einstellungen prägen das Essverhalten Ihres Kindes stark. Leben Sie Ihrem Kind vor, was Sie von ihm erwarten. Das Kind adaptiert und imitiert die Esskultur, die es täglich erlebt z.B. Essensrhythmus und Tischmanieren.
- Ermutigen Sie Ihr Kind unbekannte Lebensmittel zu probieren. Auch dann, wenn Sie wissen, das Ihr Kind das Lebensmittel nicht mag, bieten Sie es an einem anderen Tag wieder an. Das Kind braucht 10-20 Probierangebote, damit ihm ein neuer Geschmack/Lebensmittel mundet.
- Esssettings, die länger als 30 Minuten dauern ignorieren das natürliche Sättigungsgefühl. Füttern Sie Ihr Baby nicht länger als diese Zeitspanne.
- Die ständige Verfügbarkeit von Lebensmittel, gemeint sind viele Zwischenmahlzeiten, sowie das Servieren von (zu)grossen Portionen unterdrücken das Stoppsignal der Sättigung. Bitte verzichten Sie z.B. auf Snacking während der Abholung Ihres Kindes in der Kita.
- Essen sollte weder zur Belohnung noch zur Beruhigung oder als Ersatz für Nähe bzw. zur Verhaltenssteuerung eingesetzt werden, da dadurch eine ungesunde Verknüpfung Essen-Emotionen, schlimmstenfalls eine Essstörung entstehen kann.
Wenn ich traurig bin, darf ich ein Zältli essen!
- Eine einseitige Ernährung ist zu vermeiden z.B. nur Banane als Frucht, da Kinder über die Nahrung nicht nur Energie, sondern auch wertvolle Vitamine für ein gesundes Wachstum benötigen. Erwachsene sollten dem Kind ohne Zwang neue Geschmackserfahrungen ermöglichen und das Essensangebot allmählich erweitern.
- Das Essen ist kein Kampf. Wenn Kinder merken, dass sie durch Quengeln oder Essverweigerung viel Aufmerksamkeit oder sogar ein Alternativmenue bekommen, werden sie sich bei der nächsten Mahlzeit wieder so verhalten.
Das Wort „gesund“ vermeiden! Kinder assoziieren „gesunde“ Lebensmittel mit Essen, dass sie nicht mögen.
Geschützt: Der Ausbildungsbetrieb
Geschützt: Ferien, Schliesszeiten und Kindergarten-Ausfalldaten
Betreuungsgutscheine für Eltern 2026
Betreuungsgutscheine ab 1. August 2026
Die familienergänzende Kinderbetreuung in Fehraltorf wird neu finanziert. Künftig werden alle in Fehraltorf wohnhaften Familien gleichbehandelt. Eltern dürfen dann frei entscheiden, in welcher Kita ihre Kinder betreut werden😊, und erhalten dafür neu Betreuungsgutscheine. Der subventionierte Betreuungsgutschein richtet sich also nicht nach der Kita, in welcher Sie Ihr Kind betreuen lassen sondern ausschliesslich nach Ihrem Einkommen.
Zur Orientierung steht Ihnen der Beitragsrechner der Gemeinde Fehraltorf zur Verfügung, um sich einen groben Überblick über die voraussichtlichen monatlichen Betreuungskosten zu verschaffen.
Ab 1. August 2026 gilt neu:
– Massgebendes steuerbares Einkommen bis CHF 150’000.00
– zuzüglich 10% steuerbaren Vermögens nach Abzug Freigrenze von CHF 80’000.00
Eltern mit einem steuerbaren Einkommen von über CHF 150’000.00 sind nicht subventionsberechtigt. Eltern, welche alleine oder gemeinsam ein steuerbares Einkommen bis CHF 150’000.00 erwirtschaften erhalten Betreuungsgutscheine. Den Antrag, die Betreuungsgutscheine zu erhalten können Sie ab 1. Mai 2026 stellen; an subventionen@fehraltorf.ch
Welche Zahlen sind für das steuerbare Einkommen massgebend?
Nehmen Sie dafür Ihre Steuererklärung:
Steuerbares Einkommen; Seite 3 / Position 27
+ 10% des steuerbaren Vermögens; Seite 4 / Position 37
Bei Fragen und Unklarheiten sind wir Ihnen gerne beim Antragsgesuch behilflich.
Loslassen lernen
Wie Sie mit Ihrer Erziehung die Entwicklung Ihres Kindes prägen
Das Verhalten von Eltern hat einen grossen Einfluss auf die Entwicklung von Kindern. Viele Faktoren spielen dabei eine Rolle, doch vorrangig ist die Art, wie Eltern mit ihrem Kind umgehen und ihre Beziehung zum Kind gestalten.
Erziehung umfasst alles, was Eltern tun – aber auch das, was sie unterlassen. Erziehungsverhalten kann Kinder stärken, sie kann ihre Entwicklung aber auch ausbremsen.
Das Wohl des Kindes steht im Mittelpunkt und stützt sich auf eine stabilen Eltern-Kind-Beziehung, berücksichtigt Bedürfnisse und fördert es dabei, seine Fähigkeiten zu entfalten.
Überbehütetes Erziehungsverhalten
Ein überbehütetes Erziehungsverhalten, umgangssprachlich als Helikoptereltern bezeichnet, beschreibt ein überfürsorgliches Verhalten von Mutter, Vater oder gar beiden Elternteilen. Sie überwachen ihr Kind nahezu ununterbrochen und greifen häufig ein. Dieses stark kontrollierende Verhalten ist dem Alter und dem Entwicklungsstand des Kindes oft nicht mehr angemessen und kann sich deshalb ungünstig auf seine Entwicklung auswirken. Die Gründe für ein überbehütendes Verhalten liegen in den persönlichen Erfahrungen, sozialen Kontexten der Familie, Umweltfaktoren, dem Charakter des Kindes. Gesundheitliche Herausforderungen können ein solches Erziehungsverhalten verstärken. Entwicklungsstörend sind:
- übermässige Nähe – Eltern sind ständig in Griffnähe ihres Kindes und involvieren sich immer. Dadurch hat das Kind wenig Raum, eigene Erfahrungen zu machen.
- Autonomie unterdrücken, Abhängigkeit schaffen – Den Eltern fällt es schwer, ihrem Kind eigenständiges Handeln zuzutrauen. Indem sie ihm Aufgaben abnehmen z.B. Alltagshandlungen, Entscheidungen wird die Selbständigkeit des Kindes eingeschränkt.
- Angst um Sicherheit: Die Eltern Sorgen sich übermässig und kontrollieren die Tätigkeiten oder die Umgebung des Kindes übertrieben. Dem Kind fehlt die Gelegenheit Risiken selber zu erkennen.
- Fehlende Strukturen & Grenzen: Eltern ordnen alles den Wünschen des Kindes unter z.B. wann es schlafengehen will. Dabei verlieren sie ihre eigenen Bedürfnisse und auch das Leben als Paar – aus den Augen.
- Schuldzuweisungen: Helikoptereltern neigen dazu, Anderen für Misserfolge ihres Kindes die Schuld zuzuschieben.
Es ist unmöglich, jederzeit alles perfekt so zu gestalten, dass sich ein Kind optimal entwickelt. Solange förderliche Elemente überwiegen, können einschränkende Erziehungsverhaltensweisen kompensiert werden.
Nicht immer, wenn man seinem Kind Aufgaben abnimmt – wie beim Anziehen der Finken zu helfen oder es im Buggy zur Kita schiebt obschon es schon laufen kann – ist das überfürsorglich. Oft ist es nur Zeitmangel oder gemeinsame Gewohnheitsrituale. Wichtig ist, dass Kinder trotzdem genügend Gelegenheit bekommen ihre Fähigkeiten eigenständig zu trainieren.
Alle Kinder haben in der MAJMUNSCHE viele Chancen: Dort können sie Erfahrungen im Beisein der Kita-Betreuerinnen sammeln, neue soziale Kontakte knüpfen, Freundschaften zu Gleichaltrigen schliessen und eigene Lösungen finden. Eltern bekommen dadurch Vertrauen in die Fortschritte ihres Kindes, geben ihm zu Hause Freiräume für Selbständigkeit und alterspassende Verantwortungsübernahme, ohne dass die elterliche Fürsorge verloren geht.
Die MAJMUNSCHE steht Ihnen beratend und helfend zur Seite, damit Ihr Kind sich nach seinen Potenzialen entwickeln kann.
Geschützt: Turnen
Geschützt: 21st-Century Skills
Tummy Time
Die Welt vom Boden aus entdecken: Wie Sie Ihrem Kind die Freiheit zur Entwicklung schenken
Es gibt kaum etwas Schöneres, als die wohlige Wärme Ihres Kindes in den Armen zu spüren. Der tiefe Wunsch, unserem Baby Liebe und Geborgenheit zu geben, ist ganz natürlich und der Grundstein für eine starke Bindung. Genau diese Fürsorge führen oft dazu, dass wir unsere Kleinsten so oft wie möglich tragen. Doch es gibt einen Ort, der für die Entwicklung Ihres Kindes ebenso magisch ist wie Ihre Arme: der Boden.
Vielleicht haben Sie schon gehört, wie wichtig die Tummy Time (Bodenzeit) ist. Wir möchten Ihnen erklären, warum diese Momente so wertvoll sind und wie Sie die Entdeckungsreise Ihres Kindes auf dem Boden unterstützen können. Es geht darum, eine gesunde Balance zu finden, welche die Entwicklung Ihres Kindes auf allen Ebenen fördert.
Der Boden – das Gym und Ausgangspunkt Ihres Kindes 🤸♀️
Wenn wir ein Baby auf den Rücken oder Bauch legen, geben wir ihm eine einzigartige Gelegenheit, die Welt aus einer neuen Perspektive zu erkunden. Der Boden ist wie ein riesiger Spielplatz, auf dem das Kind die ersten grundlegenden Bausteine für seine motorische Entwicklung legt:
- Der Weg zum Drehen: Jedes sanfte Wackeln, jeder Versuch, den Kopf zu heben oder die Beine zu bewegen, trainiert die Rumpfmuskulatur. Diese unscheinbaren Bewegungen sind die Vorbereitung für das grosse Ereignis, sich vom Rücken auf den Bauch zu drehen.
- Vom Robben zum Krabbeln: In der Bauchlage trainiert das Kind die Muskeln in Nacken, Schultern und Armen. Es lernt, sich abzustossen, zu robben und schliesslich zu krabbeln. Diese Fähigkeiten sind nicht nur für die Fortbewegung wichtig, sondern stärken ebenso die Hand-Auge-Koordination und das räumliche Denken.
- Körperempfinden lernen: Auf dem Boden fühlt das Baby seinen eigenen Körper auf eine ganz andere Art. Es spürt, wie die Schwerkraft wirkt und wie sich verschiedene Oberflächen (Teppich, Parkett, Decke) anfühlen. Diese Erfahrungen helfen ihm, ein Gefühl für seinen eigenen Körper zu entwickeln – das sogenannte Körperschema – und zu verstehen, wie es sich im Raum bewegen kann.
Wenn Sie bemerken, dass Ihr Kind krabbelt, sich aber nicht vom Rücken auf den Bauch dreht, ist das übrigens kein Grund zur Panik. Manche Kinder überspringen Meilenstein. Oft hat das Kind eine starke Muskulatur für das Krabbeln entwickelt, aber die spezifische Rotation, die für das Drehen nötig ist, noch nicht gemeistert. Mit den richtigen Anreizen können Sie diese Fähigkeit spielerisch fördern.
Die Kunst des Loslassens – Wie man das Kind ablegt, ohne es zu frustrieren 😌
Es ist normal, dass ein Baby anfangs vielleicht weint, wenn es abgelegt wird. Das ist keine Ablehnung, sondern eine natürliche Reaktion, die besagt: «Bleib in meiner Nähe!» Ihr Kind fühlt sich in Ihrem Beisein geborgen. Es sieht Sie, es kann ihre Hand greifen, Sie können auch ohne Körperkontakt miteinander kommunizieren und Ihrem Kind Sicherheit durch Ihre Präsenz vermitteln.
Tipps für den Einstieg in die Tummy Time:
- Die Landezone vorbereiten: Schaffen Sie in jedem Raum einen sicheren und ansprechenden Ort für Ihr Baby, zum Beispiel eine Spieldecke mit einem Spielbogen. Das macht es Ihnen leicht, Ihr Kind spontan abzulegen.
- Die sanfte Landung: Wenn Sie Ihr Kind ablegen, tun Sie dies langsam und behutsam. Bleiben Sie für einen Moment in seiner Nähe, halten Sie noch eine Hand auf seinem Bauch oder streicheln Sie seinen Rücken. Sprechen Sie beruhigend mit ihm, bis es sich an die neue Position gewöhnt hat.
- Kurze, aber regelmässige Einheiten: Beginnen Sie mit wenigen Minuten und verlängern Sie die Zeit nach und nach. Jede Minute zählt und ist ein wertvoller Schritt in der Entwicklung.
Indem Sie Ihrem Kind die Möglichkeit geben, auch allein Zeit auf dem Boden zu verbringen, lehren Sie es eine der wichtigsten Fähigkeiten überhaupt: die Selbstregulation. Ihr Kind lernt, mit kleinen Momenten der Frustration umzugehen und es seine Umwelt aus sich selbst heraus erobern kann. Es gewinnt Selbstvertrauen und die Gewissheit, dass etwas Neues keine Bedrohung darstellt.
Das Wichtigste ist, die Balance zwischen Nähe und Freiheit zu finden. Sie leisten Grossartiges, indem Sie die Bedürfnisse Ihres Kindes erfüllen. Genauso wichtig ist es, ihm die Chance zu geben, sich zu entfalten und zu einem selbstständigen kleinen Entdecker/in zu werden.
Die MAJMUNSCHE steht Ihnen gerne bei der individuellen Entwicklungsbegleitung Ihres Kindes zur Seite.

